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Papiliorama - Besuch der 1. Real

18. 12. 2011

Unbekümmert über das Sturmtief Jaochim machten wir uns am Freitag, 16. Dezember auf den Weg Richtung Papiliorama in Kerzers. Wir trafen uns am Morgen in Seon und fuhren mit dem Zug via Bern in das freiburgische Kerzers. Im Gepäck: grosse Erwartungen und Freude.

Die erste Station im Papiliorama war die Ausstellung Nocturama. In dieser Ausstellung herrscht Nacht und es wurde eine Vollmond-Stimmung geschafft. Ein ganz komisches Gefühl, herrscht doch draussen Tag. Wir unternahmen also mitten am Tag einen nächtlichen Spaziergang und konnten die mysteriösen nachtaktiven Tiere der amerikanischen Tropenwälder beobachten. Entlang den Pfaden in den natürlich eingerichteten Gehegen entdecken wir Faultiere, Nachtaffen, Ozelote, Gürteltiere, grosse Anakondas und viele andere Tiere.

Als nächstes erwartete uns das Reservat Jungle-Trek, welches eine exakte Kopie von Shipstern, dem 11'000 Hektaren grossen Schutzgebiet im zentralamerikanischen Belize, darstellt. Tropenwälder, Mangrovensümpfe und Orchideen-Weiher liessen uns von einer fremden und abenteuerlichen Wanderung träumen. Begleitet wurden wir während der Wanderung von frei lebenden Tukanen, Rosa Löfflern, Leguanen und zahlreichen anderen Tieren. Sogar ganz exotische Tiere wie beispielseise den Nasenbär oder das Pekari bekamen wir zu Gesicht – eine ganz spezielle Erfahrung für die Schüler, aber auch für mich als Lehrer. Eine sieben Meter hohe Panoramabrücke erlaubte uns den Aufstieg in die Baumkronen und eine atemberaubende Aussicht über das ganze Reservat.

Zum Highlight des Besuches traten wir in die bezaubernde und wunderschöne Welt der Schmetterlinge ein. Im Schmetterlings-Garten flogen uns über 60 Schmetterlingsarten aus allen Tropengebieten der Welt um die Ohren. Die rund 1'000 Schmetterlinge boten uns ein buntes und bezauberndes Ballet. Einige Schüler hatten das Privileg, dass einer dieser bezaubernden Lebewesen auf ihnen Halt machte. Eine kurze Landung auf dem Kugelschreiber oder eine längere Pause auf dem T-Shirt eines Schülers.

Wir konnten zudem den kompletten Lebenszyklus des Schmetterlings, vom Ei über die Raupe bis zur Puppe beobachten, denn über 10 Arten vermehren sich hier auf natürliche Weise.
Das Papiliorama beherbergt auch eine der seltenen Kolibri-Populationen von Europa. Diese faszinierende und flinke Vogelart vermehrt sich hier sogar gelegentlich. 

Auf dem Rückweg machten wir in Biel überraschend Bekanntschaft mit einer chinesischen Delegation von hohen Regierungsbeamten der Provinz Jiangxi, welche von einem Besuch der UNO in Genf in Richtung Solothurn unterwegs waren. Schon beim Einsteigen begrüssten sie uns herzlich und während der Fahrt wollte jeder mit jedem Schüler eine Foto ergattern. Die Begegnung war sowohl für die Schüler als auch für die Regierungsbeamten speziell. Trotz der Sprachbarriere konnten sich die beiden Gruppen verständigen: es wurde geklatscht und viel gelacht. Auf jeden Fall hatten die Chinesen grosse Freude an unseren Schülerinnen und Schülern, was aber auch auf Gegenseitigkeit beruhte.

Nach vielen gemeinsamen Fotos und dem Erlernen einiger chinesischen Wörter verging die Rückfahrt wie im Fluge und wir stiegen mit vielen aufregenden, tollen und erlebnisreichen Bildern in unseren Köpfen in Seon aus. Ich bin mir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler noch lange von dieser spannenden Reise erzählen werden.

P. Weber