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Projet d’échange avec une classe de la Romandie

Austauschprojekt der 3.Bez. mit einer Schulklasse aus Apples

29. 05. 2012

Nach dem Begegnungstag in Murten hiess es ab Januar nun also für eine Woche Wohnort und Schule zu wechseln.

Jeweils am Sonntag fuhr eine Gruppe Schüler und Schülerinnen unserer Klasse mit dem Zug nach Morges. Dort wurden wir von der Gastfamilie (unserm Austauschpartner und seiner Familie) abgeholt und zu unserem Heim für die nächste Woche gebracht. Uns wurde alles ausführlich erklärt und gezeigt. Langsam mussten wir uns an das Französisch gewöhnen. Beim Abendessen lernten wir zum ersten Mal die welsche Küche kennen. Weil wir so erschöpft waren von der langen Reise, gingen wir früh abends zu Bett.

Je nachdem, an welchem Ort wir wohnten, mussten wir am Morgen jeweils zum Bahnhof gehen. In Apples angekommen, sahen wir das erste Mal die Schule. Wir waren sehr überrascht, wie gross sie war und aus wie vielen verschiedenen Orten die Schüler kamen. Die Schule ist sehr organisiert und modern. Wir freuten uns, die ganze Klasse erneut zu sehen. Der Schultag war hingegen sehr anstrengend, da es nur eine Pause gab. In einigen Fächern durften wir uns am Unterricht beteiligen. Jeden Tag hatten wir dieselbe Anzahl Lektionen, nämlich sieben. Dies war für uns Seoner und Dürrenäscher ziemlich langweilig. Die Fremdsprachenakzente unserer welschen Kollegen und Kolleginnen waren jedoch sehr amüsant.

In unserer Freizeit spielten wir Spiele, schauten französische Filme, gingen in die Stadt oder vergnügten uns mit der ganzen Gastfamilie.

Es war interessant, den Alltag einer anderen Familie mit einer anderen Sprache und anderen Sitten kennen zu lernen.
Wir sprechen sicher für alle, wenn wir sagen, dass die Woche eine gute Erfahrung war und wir dadurch viele Kontakte knüpfen konnten.

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Im Gegenzug kamen jeden Sonntag in Lenzburg drei bis vier neue Austauschschüler und Schülerinnen aus Apples an, die jeweils während sechs Tagen bei uns wohnten. Dies war für viele von ihnen der erste Ausflug in den Kanton Aargau. Es war erstaunlich, wie gut wir uns verständigen konnten, obwohl wir zwei total unterschiedliche Sprachen sprechen. Nachdem wir unsere Austauschpartner am Bahnhof abgeholt hatten, zeigten wir ihnen die Gegend. Zuhause in Seon oder Dürrenäsch angekommen, machten wir einen Rundgang durchs Haus.

Am nächsten Tag sahen unsere welschen Kollegen und Kolleginnen das erste Mal unsere Schule und vieles war neu für sie. Z.B. haben wir mehr Pausen als sie und im Gegensatz zur Schule in Apples haben wir keine Blockstunden. Viele Schüler aus Apples kommen aus den umliegenden Dörfern und müssen jeden Tag lange mit dem Zug oder mit dem Velo zur Schule fahren. Bei uns sind die Schulwege kürzer und man kann zu Fuss gehen.

Den freien Mittwochnachmittag nutzten wir um zu shoppen, Freunde zu treffen, ins Kino zu gehen und vieles mehr.

Die Austauschwoche ging schnell vorbei und wir brachten unsere neuen Freunde am Freitagnachmittag wieder zum Bahnhof in Lenzburg oder Aarau.

Für uns alle war dies eine ganz neue Erfahrung und erforderte auch ein bisschen Mut, da wir die Klasse nur vom Briefwechsel und vom Begegnungstag her kannten. Aber in dieser einen Woche haben wir viel Neues von unseren Austauschpartnern erfahren und sie besser kennen gelernt. Einige Schüler aus Apples haben nicht nur Hochdeutsch, sondern sogar ein wenig Schweizerdeutsch gelernt und für viele von uns haben sich aus diesem Austausch tolle Freundschaften ergeben, die auch weiterhin halten werden.

Finale:

Den Projektabschluss bildete ein gemeinsamer Tag beider Klassen in Fribourg am 24. Mai:
Bei einem Golfparcours durch die Stadt und einem Fussbad in der Sarine wurde der Schritt über den ‚Röstigraben’ nochmals gewagt. Hoffentlich nicht zum letzten Mal!


Au revoir. À la prochaine!