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Simon Libsig zu Besuch in der 2. Bez Seon

Welt aus Wortspiel und Sprachwitz

Am 17. November 2014 gestaltete der Aargauer Autor Simon Libsig mit den Schülerinnen und Schülern der 2. Bez einen Workshop zum Thema Geschichten erzählen.

„Jeder erzählt Geschichten, den ganzen Tag. Manchmal erzählt man eine Geschichte mehr als einmal, dann beginnt man sie zu verändern, erzählt nur noch das Spannende, schmückt es aus!“ Dies war der Einstieg in den kreativen Vormittag mit dem Sprachkünstler Simon Libsig.

Nach einer Kostprobe aus seinen gereimten Mundarttexten animiert der Poet die Jugendlichen mit einem Spiel selber zu reimen. Aus den Reimen entstehen schliesslich Geschichten. Mit konkreten Beispielen entlockt der Künstler den Schülern Ideen, wie sie beim Erzählen Spannung aufbauen können. „Eine Geschichte ist lebendig, wenn sie beim Zuhörer Bilder im Kopf entstehen lässt. Verben sind wichtiger als Adjektive. Wie verhält sich jemand, der Angst hat?“- „Er zittert! Der Atem stockt.“ Möglichst viele Sinne sollen angesprochen werden. Ein weiterer Tipp: „Die Leute müssen sich in der Geschichte erkennen. Bekanntes muss mit Neuem verbunden werden.“

Simon Libsig gelingt es auf Anhieb, in jeder ad hoc erfundenen Geschichte der Jugendlichen das „Gold“, d.h. die gute Idee im Text, zu finden. Die besonders gelungene Stelle hebt er hervor und macht Vorschläge, wie man an der Geschichte weiterarbeiten könnte. Der Autor versteht es wunderbar auf die einzelnen Schüler einzugehen. Am Schluss lässt er jeden mit seiner Geschichte auf einer virtuellen Bühne auftreten, lässt Zeit für Publikumsapplaus und würdigt anschliessend die kreative Arbeit der jungen Dichterinnen und Dichter.

An ganz vielen Orten seien sie nun miteinander hingereist und hätten einiges zusammen erlebt, bringt es Simon Libsig am Schluss des Workshops auf den Punkt. Er danke allen fürs Mitmachen!
Wir danken dem Poeten für seinen Besuch und seine Einladung in die Welt des Wortspiels und der Phantasie.

Monika Zobrist

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