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Njunjul

Njunjul statt Pinsel und Farbe

Am Donnerstag, 2. November 2017, stand für die dritte Klasse der Bezirksschule Seon am Morgen statt Bildnerisches Gestalten eine Lesung auf dem Stundenplan. Die Klasse begab sich um ungefähr halb zehn Uhr zum Bahnhof und fuhr eine Station weiter nach Lenzburg.
(Jennifer Ruzicka)

 

Die beste Art zu reisen

„Njunjul wurde getreten, geprügelt und verletzt, äusserlich wie auch innerlich. Und warum? Weil er schwarz war.“ So erzählte es Barbara Brennwald am Donnerstag, 2. November 2017, als die 3. Bez aus Seon in der Stadtbibliothek in Lenzburg an einer Lesung teilnahm. Barbara Brennwald übersetzt Bücher aus dem Englischen ins Deutsche und umgekehrt. Das Buch „Njunjul“ wurde ebenfalls von ihr übersetzt. Die Autoren des Buches sind Meme Mc Donald und Boori Monty Pryor. Beide stammen aus Australien.
Das Jugendbuch handelt von einem Jungen und seiner Familie, die in Australien leben und deren Leben zur Hölle gemacht wird, weil sie dunkelhäutig sind. Der Name des Jungen ist Njunjul. Weil es in seinem Heimatort kaum Zukunftsperspektiven gibt, reist er nach Sydney, um dort seine Zukunfts-träume zu verwirklichen. Doch leider wird er von weissen Polizisten aufgrund seiner Hautfarbe und seiner Herkunft immer wieder schikaniert. Leider ist dies in vielen Ländern unserer Erde immer noch so. Barbara Brennwald las verschiedene Passagen aus dem Buch vor, um zu zeigen, was Rassismus ist und wie dieser Junge täglich erfahren muss, wie es ist, anders zu sein.
Es war sehr spannend zuzuhören und man konnte sich richtig in diese andere Welt hineinversetzen. Lesen sei die beste Art, um zu „reisen“, meinte die verantwortliche Bibliothekarin am Schluss der Lesung.
(Felicia Urech)

Njunjul

Am Donnerstagmorgen stiegen wir, die 3. Klasse der Bez Seon, in den Zug Richtung Lenzburg ein. Danach begaben wir uns zu Fuss zur Stadtbibliothek in der Altstadt. Im ersten Stock, dort wo die Lesung stattfand, wartete Frau Brennwald, die Übersetzerin des Buches Njunjul, schon vorbereitet auf uns. Sie las uns drei spannende und mitreissende Stellen vor, so dass wir sofort in das Geschehen in Australien eintauchen konnten. Ich denke, die im Buch geschilderte Situation eines Jungen in unserem Alter, der ein Nachfahre der Aborigines ist und deshalb eine dunkle Hautfarbe besitzt, hat uns alle bestürzt und zum Nachdenken angeregt. Rassismus ist nebst der Geschichte von Njunjul, wie er seine Reise vom Happy Valley in die Grossstadt meistert und wie es ihm dort ergeht, eines der Hauptthemen. Auch über den Beruf Übersetzerin konnte uns Frau Brennwald einiges erzählen.
Ich fand die Lesung sehr interessant und kann mir gut vorstellen, dass ich dieses Buch einmal lesen werde.
(Kiana Gombosi)