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Klassenlager der 2. Real in Gersau vom 24. 9. - 29. 9. 2012

22. 10. 2012

Kommentar der Klassenlehrperson


Ein Schuljahr, indem ein Klassenlager durchgeführt wird, stellt für eine Klassenlehrperson drei Phasen dar: Die Vorbereitungsphase, die Durchführung und als dritte Phase der Rückblick.
Ein Klassenlager ohne eine optimale Vorbereitung ist nicht vorstellbar. Doch was heisst eine „optimale Vorbereitung“? Abgesehen von dem organisatorischen Aufwand für das Erstellen eines abwechslungsreichen und wetterbedingten Programms und der Rekognoszierung der Wanderungen, der Aktivitäten und dem Lagerhaus, kreist einem immer wieder die Frage „Was tun, wenn?“ im Kopf herum. 

Eine Lehrperson kann noch so gut vorbereitet sein und noch so viel Erfahrung mit sich tragen, das Unvorhersehbare bleibt. Trotzdem sehe ich die Vorbereitungsphase als wichtigsten Teil und deshalb lag es mir auf dem Herzen, mir genügend Zeit für das Vorbereiten des Klassenlagers zu nehmen.
Ein Klassenlager um diese Jahreszeit durchzuführen ist sehr anspruchsvoll. Jeden Morgen hofft man, dass das Wetter mitspielt und das Schönwetterprogramm durchgeführt werden kann. 

Tatsächlich erlebten wir eine hervorragende Herbstwoche mit viel Sonnenschein, angenehmen Temperaturen und einige Schüler und Schülerinnen nutzen sogar die Gelegenheit, in den Vierwaldstättersee zu springen und das doch bereits ziemlich kühle Nass hautnah zu erleben.
Wir führten in unserem Lager in der Innerschweiz ein abwechslungsreiches Wochenprogramm mit der Besteigung der Rigi Kulm, einem Besuch im Seilpark, Fahrten per Schiff, Gondel- und Zahnradbahn und natürlich wurden einige der schönsten Wanderwege der Innerschweiz zu Fuss erkundet. Wie viele Schüler haben sich einige meiner Schülerinnen und Schüler zuerst darüber geärgert zu wandern. Im Nachhinein hat es aber allen bestens gefallen, das neben der wunderschönen Aussicht und des schönen Wetters sicherlich auch an den spannenden Orten und geschichtsträchtigen Stopps lag. Passend zu unserem Geschichtsthema „Entstehung der Schweiz“ besuchten wir unter anderem das Rütli, den Gründungsort der Schweiz, die Tellsplatte und wanderten ein Teil des „Weg der Schweiz“. 

Jedoch sollte natürlich nicht nur das Tagesprogramm stimmen und sowohl für die Schüler und Schülerinnen, als auch für die Lehrperson interessant sein. Mindestens genau so wichtig ist für die Schüler das Abendprogramm. Dank den Billard- und Töggelitischen konnten am Abend verschiedene Turniere ausgetragen werden. Die Abenden haben wir immer gemeinsam verbracht: sei es mit reden, Musik hören, sich beim töggelen und Billard messen oder mit einer Movie-Night stilecht mit Popcorn. Das Higlight der Abendunterhaltung war natürlich der „bunte Abend“. Bei diesem Abend waren alle Personen in das Programm integriert, sogar die Lehrpersonen. Das absolute Highlight dieses Abends bildetet aber die Modeschau, bei welcher die Jungs von den Mädchen verkleidet werden durfen.

Nach einer ausgiebigen Wanderung ist ein gesundes und nahrhaftes Essen essentiell. Die Küchenmannschaft der Jugendherberge Rotschuo hat uns während der gesamten Woche mit schmackhafter und abwechslungsreicher Kost verwöhnt. Daneben hat das Ehepaar Ebi und Dani Angst den Schülerinnen und Schülern sowie auch den Lehrpersonen jeden Wunsch erfüllt. Vielen herzlichen Dank dafür!

Rückblickend schaue ich auf ein erfolgreiches Lager zurück. Es gab weder Streit oder Unfälle und es musste niemand das Klassenlager verlassen. Darauf bin ich besonders stolz, da einige der Schülerinnen und Schüler das erste Mal in einem Klassenlager oder eine Woche von zu Hause weg waren. Ein wenig erschöpft, aber überglücklich durfte ich alle Schüler und Schülerinnen am Freitag in die wohlverdienten Herbstferien schicken.

Um die Erinnerungen und Erlebnisse noch einmal Revue passieren zu lassen, haben wir nun einige Wochen später angefangen, eine kleine Lagerzeitung mit Berichten und Bildern zu erstellen.

In meinen Augen sind Klassenlager sehr wertvoll, da man sich besser und näher kennen lernt und man Sachen erlebt, die während einer normalen Schulwoche zu kurz kommen. In solch einer Woche sammle ich immer wieder neue und spannende Erfahrungen, welche ich für die Weiterarbeit und das Zusammenarbeiten mit den Schülerinnen und Schülern im Klassenzimmer nützen kann.

Pascal Weber

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